Pressematerial: Konvoi Berlin nach Syrien Februar 2014

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Pressemitteilung:

Praktische Hilfe aus Deutschland für Syrien

Während in der Schweiz über ein mögliches Ende der Kriegshandlungen in Syrien verhandelt wird, macht sich eine Gruppe aus Berlin und Weimar mit drei mit gespendeter Kleidung und medizinischen Hilfsgütern vollgepackten Fahrzeugen auf den Weg nach Syrien.
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Am 5.2.2014 macht sich von Berlin aus ein kleiner Konvoi mit Hilfsgütern von Berlin über Weimar nach Antakya, Türkei auf den Weg. Kleidung und medizinische Spenden werden in einem PKW, einem kleinen LKW sowie einem Krankenwagen direkt an die türkisch-syrische Grenze gebracht, wo sie zum einen in das Flüchtlingslager gebracht werden, zum anderen syrischen Kontaktleuten übergeben werden, die die Lieferung weiter nach Syrien transportieren. So wird sichergestellt, dass die gespendeten Hilfslieferungen direkt bei den bedürftigen Menschen im syrischen Kriegsgebiet ankommen. Der Krankenwagen sowie spezielle medizinische Ausrüstung werden einem Krankenhaus in Aleppo übergeben.

Die Spenden wurden hauptsächlich von Privatpersonen zusammengetragen. Gezielt wurden Schulen und Kitas kontaktiert, um vor allem auch Kinderkleidung für die kalte Jahreszeit zu sammeln. Außerdem wurde professionelle medizinische Ausrüstung zur Verfügung gestellt, die in Deutschland nicht mehr verwendet wird, aber noch voll einsatzfähig ist und deshalb bald in Syrien zum Einsatz kommen kann. Auch die finanziellen Aufwendungen wurden zum größten Teil von einzelnen Privatpersonen aufgebracht. Daneben unterstützen die Organisationen “Mamadomia” und vor allem “Association de Secours Syrienne Jasmin” und “Action Syria – Tamer Alawam and Friends e.V.” die Aktion. Mitglieder letzterer werden zusammen mit dem Fotografen Thomas Rassloff und der Journalistin Jenni Roth die Spenden in den Fahrzeugen an die türkisch-syrische Grenze bringen.

Kontakt:
Vanessa Wendel (Action Syria – Tamer Alawam & Friends e.V.): vanessaistweg@gmail.com
Claudia Ruff (Action Syria – Tamer Alawam & Friends e.V.): c@actionsyria.org
Feras Abdulrazzak (Ass. de Secours Syrienne Jasmin): https://www.facebook.com/feras.abed.14
Thomas Rassloff, Fotograf: https://www.facebook.com/rassloff
Jenni Roth, Journalistin: http://blockfrei.net/roth/?page_id=14


Infotext:

Berliner nehmen es selbst in die Hand

Während in der Schweiz geredet wird, versucht eine Handvoll Menschen Fakten zu schaffen und bedürftigen Menschen im syrischen Kriegsgebiet zu helfen. Schon diesen Mittwoch macht sich ein kleiner Konvoi von Berlin aus auf den Weg. Sein Ziel ist die türkisch-syrische Grenze, seine Mission trotz der Einfachheit schwierig: Kleiderspenden und medizinische Ausrüstung sollen nach Syrien gebracht werden und dort die Menschen auf direktem Weg erreichen. vanessa_wendel_web

Vanessa Wendel ist Mitbegründerin der Organisation “Action Syria – Tamer Alawam & Friends e.V.” in Berlin. Es war im Dezember 2012, als sich einige Menschen zusammentaten um ihrem Ohnmachtgefühl ein Ende zu bereiten. Ihr Ziel war und ist es, eine Plattform aufzubauen, die den Fokus des öffentlichen Interesses stärker auf Syrien lenkt, aber neben den katastrophalen und immer selben Nachrichten über Luftangriffe und Frontverschiebungen aus dem Kriegsgebiet Syriens, die Menschen in den Mittelpunkt stellt, ihre Ängste, ihre Ziele und ihre täglichen Bedrohungen. Nicht zuletzt soll auch Syriens Rolle als eines der frühesten Zivilisationszentren zurück in Erinnerung gebracht werden, die reiche Kultur, das unglaublich diverse Erbe aus Jahrtausende alter Geschichte verschiedener religiösen und auch ethnischen Gruppen.

Im Dezember 2013 haben sich die Mitglieder entschlossen, nicht nur Aufklärungsarbeit zu leisten, sondern auch die praktische Hilfe zu intensivieren. So wurde gezielt in Kitas und Schulen dazu aufgerufen, Winterkleidung und Schuhe zu sammeln. Die Reaktionen darauf waren sehr groß, sodass schnell klar war, dass man Kooperationspartner braucht, um die Spenden schnellst möglich an die Menschen weiterzugeben, die in den Flüchtligslagern an der Grenze zu Syrien festsaßen. So wurde mit “Lien e.V.” ein Verein gefunden, der genügend Lagerräume hat und selbst LKW-Konvois an die türkisch-syrische Grenze sowie Container in den Libanon organisiert. Doch es kam noch besser: Mithilfe von privaten Spendern, der Hilfe von Mamadomia und zuletzt einer Solidaritätsveranstaltung im Naherholung Sternchen unter anderem mit der Berliner Band String Theory und DJ Ipek konnte genügend Geld gesammelt werden, um die Sachspenden selbst nach Syrien zu bringen.
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Zusammen mit Feras Abdulrazzak von “Association de Secours Syrienne Jasmin”, einer Organisation, die in Weimar und in der Türkei aktiv ist, und dem Fotografen Thomas Rassloff, der bereits mehrmals nach Syrien gefahren ist, um der Öffentlichkeit hier einen Einblick in die tatsächliche Situation zu geben, ist es nun so weit: mit einem PKW, einem kleinen LKW und einem Krankenwagen können am 5.2.2014 nicht nur alle Kleider- und Schuhspenden transportiert werden, sondern auch ein Krankenwagen ausgerüstet und mit gespendeter medizinischer Ausrüstung bepackt werden. Ziel ist es, die bepackten Fahrzeuge bis an die Grenze zu bringen und dann dort teils im Flüchtlingslager, teils in Aleppo verteilen beziehungsweise einem Krankenhaus zukommen zu lassen.

Die letzten Vorbereitungen laufen jetzt auf Hochtouren: Majdi Abdulhag bringt in Weimar sowohl den LKW als auch den Krankenwagen auf Vordermann. Neben Vanessa Wendel und Christian Dumhard von “Action Syria – Tamer Alawam & Friends e.V.”, Feras Abdulrazzak von “Association de Secours Syrienne Jasmin” und dem Fotografen Thomas Rassloff wird noch ein professioneller Fahrer und die Journalistin Jenni Roth mit dabei sein.

Die neuesten Infos finden Sie auch weiterhin auf www.actionsyria.org!

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